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Diskussionsangebot für Stadtverordnete, Verwaltung und Bürger

In fast alle Bereichen des täglichen Lebens werden Argumente ausgetauscht, um die von allen Beteiligten akzeptierte und beste Entscheidung zu erarbeiten.  Und in der Stadtverordnetenversammlung und den öffentlich tagenden Ausschüssen sollte es auch so sein. Ein Vorschlag aus den Reihen der Stadtverordneten oder der Verwaltung soll von allen beraten und mit allen Argumenten ergebnisoffen diskutiert werden. So verstehen wir die Arbeit der gewählten Vertreter und so bearbeiten wir die vorgelegten und offenen Projekte. Die Fraktion Grüne/FDP/Thiele  empfiehlt die Beratung folgender Punkte, die noch nicht entscheidungsreif sind, weil viele Informationen aus der Verwaltung vor der Entscheidung noch geliefert werden müssen.

Beelitz hat viele kommunale Einrichtungen bzw. Häuser, insgesamt werden 60 Gebäude in allen Ortsteilen  aufgeführt. Dabei sind Gebäude, die sehr unterschiedlich frequentiert werden.  Immer wieder kann man  in der Stadt und bei Veranstaltungen hören, dass die Tafel umzieht, die Bibliothek ihren Sitz ändert, das Bürgerbüro vom Rathaus nach irgendwo umzieht, die Trainingsräume von Senioren getauscht werden oder der BCC nun wohl doch in das Vereinshaus am Bahnhof einkehrt.  Diese Gedanken sind es alle wert, diskutiert zu werden.

Ich möchte anregen und empfehlen, ein städtisches Nutzungskonzept für alle diese kommunalen Liegenschaften zu erarbeiten. Wer kann und muss dauerhaft untergebracht werden? Wo wollen wir die sozialen Dienste konzentrieren? Wo können Vereine untergebracht werden? Wie viele Vereine gibt es eigentlich in Beelitz, wo treffen sie sich immer? Wo liegen Defizite, wo Überangebote?  Wie stellen sich die Betriebskosten dar?

Zum anderen lesen wir in den Nachrichten, dass zum Beispiel das E-Werk in der Nürnbergstraße verkauft werden soll. Wo sollen die bisherigen Nutzer hin? Müssen und sollen sie wirklich aus diesem Haus ausziehen? Das Haus ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden (so wie viele andere auch) – diese Geschichte sollte aufgearbeitet werden.  Sie reicht zwar nur bis 1928 zurück, Goethe war hier nicht,  aber das Elektrizitätswerk der Stadt sorgte von hier aus für die Stromversorgung, die städtische Badeanstalt war für viele Bürger die einzige Möglichkeit zu Baden.

Wir greifen die beschlossene  „Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis PM 2015-2019“ des Kreises auf,  in dem auf Seite 55 Beelitz-Heilstätten für die Aufnahme in den C-Tarif des VBB vorgeschlagen wird. Die grüne Kreistagsfraktion hat diesen Vorschlag unterbreitet. Die GFT-Fraktion befürwortet, dass die Verwaltung Gespräche zur Einführung des S-Bahn C-Tarifes in Beelitz-Heilstätten aufnimmt. Soll das Tarifgebiet geändert  werden, so müssten Kreis oder Kommune für die zusätzlichen Kosten aufkommen. Die Kosten wurden bisher noch gar nicht ermittelt, deshalb sind Gespräche mit dem Ziel, evtl. Mehrkosten und andere Belange zu erörtern und zu definieren, erforderlich. 

Vom  C-Tarif soll nicht nur die Entwicklung in Beelitz-Heilstätten profitieren, sondern auch Beelitz insgesamt. Wer kann profitieren?  Was spricht für eine Erweiterung?

Der Baumwipfelpfad  ist in greifbare Nähe gerückt. Im Quadranten C sollen kreative Wohnformen und Ateliers entwickelt werden. Das Klinikum hat neue Betten zugesprochen bekommen – es wächst und benötigt Arbeitskräfte – auch aus Berlin.  Die Bundeswehr liegt in fußläufiger Nähe.  Die Pendler von Fichtenwalde, Beelitz-Heilstätten und Beelitz erfahren eine Verbesserung.  Zu Kulturveranstaltungen in Beelitz können mehr Besucher durch den günstigeren Tarif erscheinen. Die Berliner sollen mit der S-Bahn nach Beelitz geführt werden, um die Entwicklung in Beelitz-Heilstätten mitzugestalten und zu erleben.

Wie ist Ihre Meinung?  In welchen Ausschüssen werden wir diskutieren?  Wir sind gespannt, welche Unterlagen uns die Verwaltung bereitstellt, um diese Punkte zu erörtern.

Dr. Elke Seidel, Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete