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USA-Wahlen und Klimapaket der Bundesregierung

Meine Meinung zu den USA-Wahlen und zum nichtbehandelten Klimaschutzpaket der Bundesregierung

Die Bundesregierung reiht sich ein in die Reihe von Leuten, die immer noch meinen, dass es keinen menschengemachten Klimawandel gibt. Die Entwicklung spricht aber eindeutig dafür, dass wir mit unserem täglichen ignoranten Handeln die Situation in der Welt, und damit insbesondere der Länder und Menschen, die in den Küstenbereichen wohnen, dramatisch verschärfen. Wir nehmen die täglichen Meldungen über Starkregen, Tornados, Abschmelzen der Gletscher, verschwinden von Tieren und Pflanzen, Auftreten von unbekannten Insekten und Krankheitserregern und alles andere  überheblich zur Kenntnis – und Handeln nicht nach dem, was wir wissen! Es ist einfach nur dumm, weiter an der Kohle festzuhalten – denn es gibt genug Alternativen zur Verbrennung von Kohle. Lange galt: Die Grenze 400 ppm CO2 Gehalt in der Atmosphäre darf nicht überschritten werden, um die Folgen des Klimawandels „beherrschbar“ zu halten. Der Weltklimarat IPCC hat nun die 450 ppm Marke vorgegeben, um die Erhöhung der weltweiten Durchschnittstemperatur unterhalb von 2 Grad zu halten. Eine Überschreitung hätte bislang unabsehbare klimatische Auswirkungen. Das erste Grad haben wir überschritten…..

Die Antwort der Bundesregierung (Umweltministerin fährt ohne Konzept nach der Ratifizierung der Beschlüsse von Paris zur Klimakonferenz) spielt dem wahrscheinlichen USA-Wahlsieger (einem Klimaleugner) in die Hände.

Wann gibt es den zweiten Trump in Deutschland? Wenn Politik allgemein sich immer weiter von den Menschen entfernt, und nur noch Beliebigkeit und Eigeninteresse vorherrscht, wohin steuern wir? Da helfen ein paar Demonstrationen für eine ökologische soziale Welt nicht mehr. Die Flüchtlingsströme werden zunehmen – was tun wir dagegen, oder besser dafür, dass die Menschen in ihrer angestammten Heimat arbeiten und leben können? Wann hören wir mit der Ausbeutung auf? Wann lernen wir endlich, unseren eigenen „Müll“ zu behandeln? 

Ich möchte mit meiner  Anregung für Sie und die wunderschöne Novemberzeit, mit  einer Weisheit von Johann Wolfgang von Goethe, enden: 

Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer die des Menschen.

Hören wir doch endlich auf, so große Fehler zu machen!

Ich habe in meinem Leben viel erlebt und auch viel gestritten – die jetzige Art und Umsetzung von Demokratie und Umsetzen von Sachverstand in Politik (nämlich gar nicht!) kann ich nur mit Verwunderung betrachten.
WANN werden wir klug und handeln, wie es die Natur von uns fordert?

Ich verbleibe – nachdenklich – mit sonnen-energi(E )schen Grüßen Ihre ELKE SEIDEL

Dr. Elke Seidel
Mitglied des Kreistages Potsdam-Mittelmark
Stadtverordnete Beelitz
Birkhorst 4 B in 14547 Beelitz
Telefon: 033204/34703
Mobilfunk: 0172/304 2128
E-Mail: postan@elke-seidel.de ; www.elke-seidel.de ; www.hkw-beelitz.de

PIK STATEMENT zur Präsidentschaftswahl in den USA

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA ist mittlerweile bekannt. Die USA als einer der wichtigsten politischen Akteure gehören zu den größten Emittenten von Treibhausgasemissionen - das Wahlergebnis ist damit auch relevant für die globale Klimastabilisierung.

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK):

„Die Haltung des Wahlgewinners Donald Trump zum vom Menschen verursachten Klimawandel ist bekannt. Ironischerweise hat er zum öffentlichen Erfolg einer Serie von Berichten des Potsdam-Instituts für die Weltbank beigetragen ('Turn down the heat'), indem er sie auf Twitter attackiert hat. Abgesehen hiervon kann die Wissenschaft jedoch kein positives Handeln von ihm in Klimadingen erwarten. Die Welt muss sich nun ohne die USA vorwärts bewegen auf dem Weg zur Begrenzung von Klimarisiken und zu sauberen Technologie-Innovationen."

PIK STATEMENT zum deutschen Klimaschutzplan 2050

Der deutsche Klimaschutzplan 2050 wird voraussichtlich entgegen der bisherigen Planung an diesem Mittwoch nicht verabschiedet.

Dazu Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), außerdem Professor an der TU Berlin und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change:

"Hier wurde eine wichtige Chance vertan - eine Chance für die Wirtschaft, weil der Klimaschutzplan die Rahmenbedingungen für saubere Technologien bieten sollte. Und eine Chance für die Reform des Europäischen Emissionshandels. Wenn nun der Plan überarbeitet wird, ist eines zentral: Deutschland muss sich für einen CO2-Mindestpreis im Europäischen Emissionshandel einsetzen. Ein solcher Mindestpreis setzt Anreize für Innovationen, er macht das Verfeuern fossiler Brennstoffe teurer, und er ist damit die Voraussetzung für einen deutschen Kohleausstieg. Ohne Mindestpreis würden deutsche Emissionsreduktionen nur dazu führen, dass europäische Nachbarn mehr Treibhausgase ausstoßen können, so ist das bisherige Konstrukt des Emissionshandels. Ohne Mindestpreis wird nicht in ausreichendem Maße in saubere Technologien investiert werden. Wir haben es in der Hand, dieses Handelssystem so umzubauen, dass es wirklich etwas bringt. Ein reformierter Emissionshandel wäre dann auch ein Vorbild für die Emissionshandelssysteme, die in vielen Teilen der Welt aufgebaut werden."