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Ordnung in der Stadt

In den letzten BN hat  Bürgermeister Knuth die Bürger aufgerufen, mehr auf Sauberkeit im Stadtbild zu achten. Das ist gut und richtig, denn wem sind noch nie Menschen begegnet, die wahllos Zigarettenkippen, Papiertaschentücher und Bonbonpapiere fallen ließen?
Wer Colabüchsen oder Papiertaschentücher in der Jackentasche hat, der kann auch die geleerten Umhüllungen wieder mit nach Hause nehmen – und dort geregelt entsorgen.
Warum gelingt dieser einfache Schritt nicht? Wenn man durch unsere Gemarkung fährt, so findet man überall weggeworfene Verpackungen – sicher, das sind auch viele Nichtbeelitzer, die nur mit dem Auto durch die Gegend fahren und ihre mitgebrachten Becher entsorgen. Aber warum müssen wir unsere Umgebung so verunreinigen? Das Wegräumen kostet dann nicht nur Geld, sondern bindet die Mitarbeiter des Bauhofes zeitlich, die dann eben mal nicht das Schwimmbad ausbessern, oder einen Wanderweg sanieren, oder den Radweg F 5  aufpolieren können.

„Man kann sich nicht mit Jedem anlegen“ – werden Einige sagen. Ich denke aber, wenn immer mehr Bürger die Leute ansprechen, falls mal was aus der Tasche fällt, und sich selber bücken – denn aus einer Tasche kann immer mal was fallen, dann wird sich auch die allgemeine Aufmerksamkeit erhöhen. Und haben Sie doch einfach den Mut, es zu tun. 

Ich habe an der Solaroberschule drei Mädchen getroffen, die sich unterhielten, eine warf dann einen Papierstapel in die Büsche. Ein anderes Mädchen fragte, ob sie es nicht aufheben wolle. Sie antwortete „Nein“ und diskutierte weiter. Ich hob das Papier auf und entsorgte es in meiner privaten Papiertonne. Ob diese Geste den Mädchen zu denken gegeben hat? Das würde mich sehr interessieren. Während der Aktion jedenfalls herrschte Schweigen.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie erinnern, dass bald  über den Dächern von Beelitz Störche und Vögel wieder ihre Kreise ziehen werden.  Sie wollen Nester  bauen,  Eier ausbrüten und die Jungen großziehen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass auch diesen Geschöpfen  Gefahren durch unachtsam weggeworfene oder liegen gelassene Bindegarne aus Kunststoff und Plastetüten drohen.
Unsere Landwirte bitte ich, auf Bindegarne aus Kunststoff zu verzichten. Bitte benutzen Sie stattdessen Garne aus verrottbarem Material. Und die Plastereste auf den Feldern müssen auch nicht sein.

In diesem Sinne sorgen wir doch bitte alle, jeder in seinem Bereich, für ein  l(i)ebenswertes  Beelitz,  ich verbleibe mit sonnen-energi(E)schen Grüßen
Ihre ELKE SEIDEL
(Stadtverordnete Bündnis90/Die Grünen)