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Wie Märchen Schule machen

Am 7. September wurde eine Sonderausstellung „Märchen auf Schulwandbildern“ von Martina und Lutz Dathe  im Schloss Reckahn eröffnet.
Märchen auf Schulwandbildern? Diese Worte sagten mir in Erinnerung an die Schulzeit gar nichts. Deshalb nahm ich die Einladung  der Leiterin der Reckahner Museen gerne an.  Im gefüllten Konzertsaal des Schlosses herrschte Stille als Herr Dathe erzählte, wie er dazu kam, eine Sammlung von Schulwandbildern zu beginnen.
Dann begann – von Liedern der Fercher Obstkistenbühne begleitet – der Ausstellungsbesuch. Die Märchen der Brüder Grimm finden sich auf über 50  Schulwandbildern von 1903 bis 1995 wieder. Interessante Bilder mit sehr guten Begleittexten. Die Ausstellung veranschaulicht, wie im Laufe der Zeit mit dem Thema Märchen in der Schule umgegangen wurde. Im Mittelpunkt stehen dabei der pädagogische Einsatz  der Märchenbilder und ihre künstlerische Gestaltung durch die Verlage und Herausgeber. Eine Ausstellung, die es wert ist, besucht und angesehen zu werden, sie richtet sich an Erwachsene und pädagogisch Interessierte aber auch an Schulklassen, die mit Hilfe der museumspädagogischen Angebote aktuelle Zugänge zum Thema finden können.  Ich wünsche, dass auch Schulklassen diese Chance nutzen, die Ausstellung besuchen und auch die weiteren Angebote wahrnehmen.
So bieten die Museen den Projekttag Märchen, Sommerwerkstätten zum Thema Märchen und Kreativwerkstätten an, erste Ergebnisse konnten im Keller betrachtet werden. Eine telefonische Terminabsprache sollte unter: 033835/ 60672 erfolgen.
Am letzten Öffnungstag der Ausstellung, am 14. Dezember 2014  um 15.00 Uhr präsentieren Brigitte Giebel und ihre Puppen Märchen einmal ganz anders.
Und konnte ich Ihr Interesse wecken? Kann sich jemand an Schulwandbilder in den Beelitzer Schulen erinnern? Das wäre ein schönes Projekt für die Grundschule, oder werden keine Märchen mehr gelesen oder erzählt?   
Mit sonnen-energi (E )schen Grüßen Ihre ELKE SEIDEL