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Museumspark im Nieplitzpark

Eine Museumslandschaft soll an der Nieplitz entstehen so stand es in der MAZ.

Das Spargelmuseum in Schlunkendorf braucht einen neuen Platz – ist die Remise da der richtige Raum? Die Remise ist unbeheizt – also muss das kleine Haus und die Remise neu verputzt, gedämmt und mit einer Heizung versehen werden – denn der kulturelle Anspruch ist ja ein ganzjährig geöffnetes Museum. Das Postmuseum muss unbedingt vergrößert werden – so viele postalische Sehenswürdigkeiten stapeln sich bereits jetzt im Museum. Und der Postillion braucht Raum, um die Museumsgäste zu führen. Muss deshalb die Bibliothek aus der Poststraße verschwinden?

Das jetzige begonnene Heimatmuseum ist ebenfalls erweiterungsbedürftig, denn schließlich sind ja 12 Ortsteile darzustellen. Wo können wir das alles angemessen ausstellen und unterbringen? Die Mühle am Mühlenfließ ist ein technisches Denkmal und repräsentiert die technische Entwicklung zur damaligen Zeit und sie sollte sich mal wieder drehen. Hat die Verwaltung an den Erwerb der Wasserrechte gedacht?  Hier soll das Heimatmuseum entstehen und saisonal und auf Anfrage zur Verfügung stehen.  Wenn dann noch die Bücherei in die Mühle einziehen soll – da sind wir wieder bei Dämmmaßnahmen, Erweiterungsbauten und Heizungseinbauten.

An der Nieplitz will der Bürgermeister (und die meisten Stadtverordneten wollen es auch) den Nieplitzpark, der gedanklich zur Landesgartenschaubewerbung durch die Landschaftsplanerin Frau Möller entwickelt wurde, für ca. 1 Million Euro errichten.  Davon sind mindestens 250 Tausend Euro Eigenmittel.  Ist das Geld für die bestehende Festwiese u.a. richtig eingesetzt? In der Landesgartenschaubewerbung standen als Projekte noch andere Immobilien zur Entwicklung bereit  – so das Schwimmbad und der Wasserturm. Beide sind im Eigentum der Stadt – und könnten für  1 Million dauerhaft saniert werden. Und wo gehört eine Bibliothek hin?  Sie soll da bleiben wo sie ist und sich dort erweitern – denn im Sommer können Kinder sehr gut im Innenhof lesen und spielen. Eine andere Möglichkeit wäre ein repräsentatives Haus im Zentrum der Stadt und nicht am Rande an der Enge der Treuenbrietzener Straße – und hier bietet sich zur Entwicklung des Stadtkerns das Haus ehemals Bölke oder die Kirche an, die immer noch nach einer weltlichen Nutzung schreit.  

Warum schreibe ich das alles? Unser kulturrühriger Bürgermeister hat Ideen und Wünsche – das muss man ihm lassen, die viel Potenzial enthalten und für die kulturelle Entwicklung der Stadt Impulse setzen. Das ist unbestritten.  Ich möchte ihn gerne auf einer guten und festen Grundlage unterstützen – und das sind die Finanzen, die es zum Errichten braucht und die Folgekosten, über die wir nie sprechen.  Die jährlichen Finanzrechnungsergebnisse reichen für eine Inventur nicht aus. Sie zeigen ein Polster an Mitteln, obwohl die Verschuldung pro Einwohner von Jahr zu Jahr steigt.  Es fehlen uns  die Jahresabschlüsse und Bilanzen seit 2012, und das sind jetzt fast fünf Jahre. Denn bereits von 2010 bis 2011 haben wir in den Bilanzen feststellen müssen – wir haben einen Rückgang des finanziellen Polsters um ca. 1 Million,  und dafür sind 2010 und 2011 nur wenige Werte geschaffen worden. Ich wünsche mir  vor der Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr einen finanziell reinen Tisch und die Entlastung des Bürgermeisters  für die Jahre seiner Arbeit,  und ich erwarte von der Verwaltung bis zum Sommer den Jahresabschluss 2012, und bis Anfang 2018 mindestens die nächsten beiden!

Dr. Elke Seidel Stadtverordnete (der Landkreis hat den Abschluss 2013 zur Kreitagssitzung beschlossen und den Landrat entlastet) 03. April 2017