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Interessiert in Beelitz jemanden,

Taten statt Warten

was zurzeit in der Hohen Politik  vorbereitet wird?

Mich interessiert es sehr, denn es soll weiter an den natürlichen Lebensgrundlagen gerüttelt werden. Sauberes Wasser, sauberer Boden  und saubere Luft gehören zum Grundrecht des Menschen. Und sauber bedeutet – frei von Chemikalien,  die den Organismus von Pflanzen, Tieren und Menschen schädigenden. Wie wir gelernt haben, bringt uns Plastik um, von den drin enthaltenen Weichmachern, die Jungen verweiblichen lassen, gar nicht zu reden. Diese unsere sauberen Lebensgrundlagen gibt es schon lange nicht mehr.

Das Schlimmste an dieser kontinuierlichen, nicht auf den ersten Blick erkennbaren,  industriellen Verseuchung des Menschen ist, dass unser Körper keine Sensoren für Weichmacher, CO², Glyphosat, Nitrite,  Nitrat usw. hat. Diese Stoffe werden durch den Körper einfach aufgenommen. Sie lagern sich im Fettgewebe und den Organen ab und treiben dort ihre lebenslangen „Zeitbomben“ an.  So kann es eigentlich nicht verwundern, dass wir alle an sehr verschiedenen, nicht erklärbaren Symptomen leiden und mehr oder weniger krank werden und sind. Und, wer tut etwas dagegen? Niemand? Es scheint so zu sein, als würde dieser schleichende Tod widerspruchslos hingenommen. Wissen die Bürgerinnen und Bürger nichts davon? Ist Ihnen dieser Mechanismus nicht bekannt? Ich kann es kaum glauben. Aber wie sonst soll ich mir das sorglose und nachlässige Umgehen mit dem ganz normalen Wahnsinn erklären?

Die Regierungen insbesondere von Brandenburg mit Unterstützung anderer Länder wettern zurzeit gegen den Abbruch der Kohleförderung und wollen sie, wenn möglich, ins nächste Jahrhundert „retten“. Retten? Auf wessen Rücken wird da der Stellvertreterkrieg ausgetragen? Auf dem Rücken der Bürger! Der Klimawandel schreitet voran, neben CO² gibt es dafür bestimmt auch noch andere Gründe – aber CO² ist nun mal bekannt, und die Braunkohle speit das meiste davon aus, aber allen müsste bekannt sein, auch andere Giftstoffe wie deutlich überhöhte Quecksilberwerte werden durch die Kohleverbrennung in die Luft geblasen! Der Wassermangel verschärft das Problem. Es gibt keinen anderen Weg, als eine vollständige Umstellung der Energienutzung auf  die Erneuerbaren Energien in Kombination mit vielen kleinen Blockheizkraftwerken (die ja auch in Biogasanlagen vorhanden sind) und Effizienzerhöhung und Energiesparen. Alle drei starken E stehen uns zur Verfügung, vielen denken aber, wenn wir etwas machen- ein wenig Einsparen, dann reicht es. Das ist eine falsche Einstellung. Denn schon Wilhelm Oswald, ein Nobelpreisträger für Chemie sagte  bereits 1909  „Die dauerhafte Wirtschaft muss ausschließlich auf die regelmäßige Benutzung der jährlichen Strahlungsenergie begründet werden.“  Seitdem sind  über 100 Jahre vergangen – und wir tun uns noch immer schwer, die jährliche Strahlungsenergie zu nutzen.   Die Sonne strahlt jeden Tag  ein Mehrfaches der Energie auf diese EINE ERDE als wir weltweit verbrauchen, wir sollten sie benutzen.

Was wir alles tun können, liegt klar auf der Hand und das sollten wir nutzen: 1. Durch intelligentes Bauen, 2. Durch die Wärmenutzung für Brauchwasser und Heizung, 3. Durch die Sonnennutzung für die Stromerzeugung (Eigenbedarf, Einspeisung, Autoladungen usw.), 4. Erzeugung von Vegetation überall auf der gesamten freistehende Fläche (auch der landwirtschaftlich genutzten!), denn das führt zur CO² Senkung, erzeugt die Ripplkühlung und speichert Wasser und lässt wieder Vielfalt zu,  5. Verzicht auf Plastikmüll und alle anderen Schadstoffe, 6. Wasserhaltung in der Fläche sowie Renaturierung und Erhalt der Moorflächen und Torflinsen.  Dem Solarzeitalter gehört die Zukunft – dem muss sich alles unterordnen – wenn wir unseren Kindern und Enkeln eine l(i)ebenswerte EINE ERDE hinterlassen wollen.

Sie sagen, es geht nicht? Doch, es geht – und sogar ohne noch weitere Windparks  zu bauen. Wir haben in Beelitz viel Sonnenstrom, Wasserkraftstrom, Blockheizkraftwerke / Biogasanlagen  und vielleicht das eine oder andere gut gedämmte Haus und sogar Energieplushäuser. Die können unser Gebiet nicht versorgen? Doch, könnten sie. Wie sagte doch der Chef der Stadtwerke am Rande einer Aufsichtsratssitzung? „Mein BHKW in diesem Haus versorgt das ganze Viertel.“  Und genauso ist es! Und ebenso kann ich sagen, die PV-Anlagen in Salzbrunn/Birkhorst und Buchholz versorgen die Einwohner dieser Orte  mit Strom und nehmen wir die Wasserkraftanlage hinzu, so erweitert sich das Gebiet beträchtlich. Wenn wir 10 oder mehr Mini-Blockheizkraftwerke in Beelitz als Schwarmstromproduzenten aufbauen, könnten wir jede Nacht ausgleichen – und uns mit selbst erzeugtem Strom versorgen. Dazu brauchen wir ein Managementsystem, das Erzeugung und Verbrauch ausgleicht und steuert – und den Beelitzern, oder der Bevölkerung in Potsdam-Mittelmark, einen „Haustarif – erzeugt in der Region“ anbietet. Der Bürgermeister ist doch sehr rührig, aber diese Seite der Bürgerzufriedenheit hat er noch nicht erkannt.  Was bereiten die Regierungen noch vor und womit wollen sie uns überraschen? Das bisher verbotene Fracking (Gasgewinnung mit giftigen Chemikalien im Untergrund, mit Druck und Wasserverschmutzung) soll vorbereitet werden, das Vorranggebot für die Einspeisung von erneuerbarem Strom soll  aufgehoben werden – damit wieder mehr Kohlestrom in die Leitungen kommen kann. Das Wassernutzungsentgelt für Großkonzerne wird nicht angepasst. Also unser kostbarstes Gut wird verschleudert. Wasser ist Allgemeingut, jeder soll es schützen – auch eine intensive Landwirtschaft MUSS es tun. Wasser ist unsere Zukunft – die Nieplitz (Die Unschiffbare) zeigt, wie anfällig sie bei jedem Wetter ist. Die Staubedienung gehört in staatliche Hände und muss nicht dem Abfluss des Wassers dienen, sondern der Zurückhaltung jedes Liters Wasser. Sprengen am Tag muss eine Ordnungswidrigkeit werden.

Sie verstehen und entschuldigen bitte, dass ich die gesamte „nachhaltige“ Tonleiter spiele, aber nur durch allumfassende Darstellung und Wiederholungen können sich Verhalten und Einstellung ändern.
Denn, wie sagte bereits Konrad Lorenz: Gedacht ist noch nicht gesagt, gesagt ist noch nicht gehört, gehört ist noch nicht verstanden, verstanden ist noch nicht einverstanden, einverstanden ist noch nicht angewendet,  und angewendet ist noch nicht beibehalten!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer (der Abfall gehört nach Hause und nicht in die Landschaft, mal essen ohne Einweggeschirr, Verzicht auf Plastetüten und Umhüllungen usw. usf.).

Dr. Elke Seidel, Umweltmedizinerin, Bienenfreundin, Blühflächengestalterin, Verfechterin der solaren Energiewende und Nachhaltigkeit, Kreistagsmitglied, Stadtverordnete, engagierte Bürgerin der Stadt Beelitz, die seit 1989 politisch aktiv ist und von der politischen Einmischung nicht lassen kann und ausgezeichnet wurde für bienennahen Garten.  02.06.2018