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Spargel gegen Roggen - und Wasser fließt aus allen Rohren

Brand in Schäpe

Ein besorgter Bürger hat mich angesprochen und erzählt, dass ein Leserbrief von ihm nicht in den Beelitzer Nachrichten erschien. Warum nicht? Steht so Schlimmes in dem Brief? Er gab ihn mir zur Kenntnis mit der Erlaubnis, ihn auf meiner Homepage zu veröffentlichen. Das will ich gerne tun. In seinem Leserbrief beschreibt er, wie über Nacht ein gesundes Ackerfeld, von dem ihm ein Teil gehört, zum Spargelerwartungsland untergepflügt wurde. Darauf war aber  keine Brache, sondern gut gewachsener Winterroggen.  Zwei Sachen verwundern mich dabei sehr. Die Spargelbauern pachten das Land (wenn es ihnen nicht gelingt - zum Glück- zu kaufen) . Haben sie nicht die Pflicht, wenn sie in bestehende Pachtverträge einsteigen wollen (so wie es hier war), sich nicht nur mit den Vorpächtern zu einigen, sondern mit dem Eigentümer? Sind wir hier in einem Rechtsstaat? Oder in einer Bananenrepublik? Manchmal hat man den Eindruck - wir sind in einer Bananenrepublik. In der Anlage finden Sie den Leserbrief, der nicht abgedruckt wurde - die Begründung dazu ist mir nicht bekannt. Aber Beelitz ist ja Spargelstadt. Sicher ein Markenname, den niemand sonst hat. Aber heißt das, dass sich alles dem Spargel unterzuordnen hat? Ich denke NEIN. Vor allem die Spargelbauern sollten besonders schonend mit den natürlichen Ressourcen umgehen und die Befindlichkeiten der Bürger achten, sind sie doch als exponierte Bürger beispielgebend. Lesen Sie die Anlage und bewerten Sie selbst. Es sollte in einer Kleinstadt keine Zensur geben. Nur Vielfalt in den Meinungen und Argumenten lässt unser Leben bunt sein. Ihre ELKE SEIDEL