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Anzeige des Verhaltens des Wasser- und Bodenverbands Nuthe Nieplitz. 

1. In der Region wurden alle Bäume oberhalb und unterhalb von 60 cm im Durchmesser im Bereich von trockenen oder nassen Gräben in der Region Beelitz/Salzbrunn gerodet. Das heißt: Baumstümpfe bis zu 60 cm hoch wurden stehengelassen. Alles andere wurde abgesägt. Ebenfalls wurden alle Stauden und Aufwüchse an den Hängen und darüber hinaus zerstört. Das war keine „Baumpflege“, sondern Baumfrevel. 

2. Das abgesägte, abgeschnittene Gut wurden dann über den Graben gelegt und dort gestapelt. D.h. in Abständen liegen über den Gräben in der Landschaft verteilt große Gestrüpphaufen und Baumstämme. Jetzt ist Brutzeit – ich gehe davon aus, dass die Vögel sehr willkommen dieses Gestrüpp nutzen zur Brut und Brutpflege. Das bedeutet, das Gestrüpp bleibt wenigstens bis zum Winter liegen? Es geht aber das Gerücht, dass der Bodenverband bald mit dem Häcksler kommt – dann schreddern will – und somit die Natur in ihrem Brutverhalten sehr empfindlich dezimiert und zerstören wird.  Ich bitte Sie, dies zu verhindern! Das Gestrüpp kann dauerhaft dort verbleiben – es ist ja dann eine natürliche Wasserbremse (Rückhaltung). 

3. An Straßenabschnitten wurden für die Straße querende Gräben, die nie voller Wasser sind, 3 neue Abflüsse/Durchflüsse mit ca 1m Röhrendurchmesser geschaffen. Da wo vorher ein langsamer Durchfluss an verlandeten Röhren war, liegt jetzt eine neue metallene Röhre mit mindestens 1 m im Durchmesser. Damit wird der Wasserabfluss verstärkt, denn es wurden keine erkennbaren regelbaren Wasserrückhalteeinheiten eingebaut, es ist kein Wasserrückhaltesystem erkennbar! Das widerspricht jeder Klimaanpassung und allen Fördermitteln des Landkreises (ah, ich vergaß- es war ja die LAG FLäming-Havel, die das Geld für einen verstärkten Wasserabfluss genehmigte). Ich zeige diesen verstärkten Wasserabluss dennoch dem Landkreis an! Das ist keine wasserrückhaltende Sanierung, sondern eine Wasserabflussleichterung.  

4. Im Rahmen dieser Arbeiten des Wasser- und Bodenverbandes wurden Materialien in Birkhorst zwischengelagert. Während der Bauarbeiten wurden auch Tieflader, Bagger und Raupenfahrzeuge dort geparkt – an der einzigen in diesem Ortsteil vorhandene gewachsene Grünfläche unter der Dorflinde. Die Grünfläche ist an mehreren Stellen empfindlich aufgerissen und zerstört, womit der Anfang des Endes der Grünfläche  gegeben ist. Denn jeder Wind, jeder Regen wird die „Verletzung“ weiter aufreißen und das gewachsene Grün wegspülen. Somit ist diese Fläche dem Untergang geweiht, denn das Grün wird die Wunde nicht schließen können.  Ich bitte darum, dass die Grünfläche wiederhergestellt wird, so dass keine Erosion mehr angreifen kann. 

Ich bitte um Beachtung der Hinweise und Sanierung der angerichteten Schäden.  Ich verbleibe mit sonnen-energi(E )schen Grüßen
Ihre ELKE SEIDEL

(Fotos: privat)