Der Sommer 2018 brachte uns allen nahe, wie sich der Klimawandel auswirken kann und wird. Sonne und Hitze, Sturzregen und Überschwemmungen,  Wind- und Wassererosionen – verteilt in unserem gesamten Lebensraum. Wir wollen mit Ihnen gemeinsam  innehalten und nachdenken.

Deshalb luden die Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung der grün-bürgerbewegten Liste 4 zu einem Gesprächsabend ein.

Am Freitag, den 22.03. trafen wir auf interessierte Gäste im Clubraum des Tiedemannsaals.

Im Rahmen der Ökofilmtour zeigten wir den Film „Weniger ist mehr – vom Glück, anders zu wirtschaften“.  Die minimalistische Studentin lebt nachhaltig – mit wenig Besitz und selbstgemachtem Deo, Schampoo und anderen Sachen. Eine Cafeteria wirft nichts weg, alles wird wiederverwendet und genutzt. Ein ganzes Dorf schart sich um einen rührigen Bürgermeister, der sein Dorf zur Stadt im Wandel entwickelt – die Einwohner  versorgen sich mit Strom, mit Wärme, mit Biogemüse und fördern das ehrenamtliche Engagement der Bürger für ihre Gemeinde. Zum Schluss braut ein Unternehmen Bier – die Mitarbeiter sind beteiligt, verdienen gut und arbeiten motiviert. Der Film wurde durch alle Anwesenden als sehr informativ und gut beurteilt.

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, sich zu engagieren und nachhaltig zu leben. In der regen Diskussion der Anwesenden danach wurden viele Themen angesprochen, die wir auch in unserer Stadt einfach umsetzen könnten: Blühflächen in allen Bereichen (welche Blüte ist für Bienen wichtig?), der Schulgarten wäre eine Option, um den Kinder zu zeigen: So wächst die Pflanze – und im Herbst sind  Kartoffeln dran. Gesellschaftliche Zufriedenheit – die Altanschließerproblematik ist immer noch nicht beraten und gelöst.  Plastik

musikalische Umrahmung, handgemacht (privates Foto)

verbieten und ersetzen – in Bäckereien, in Fleischereien und so weiter. Beklagt wurde die strukturarme monokulturelle Gegend – alle Feldgehölze sind verschwunden, die Baumschnittwut macht vor keinem Gehölz Halt. Übrigens: Die Flächen der Gärten sind in der gesamten Bundesrepublik genauso groß wie die Flächen von Naturschutzgebieten. Die Gärten sind es also, die wir zu naturnahen, insekten- und kleintierreichen Wohlfühlinseln umgestalten sollten!  Ein Nachmittag, der sich gelohnt hat – darüber waren sich alle einig. Und: Gerne wieder!

Umrahmt wurde der Tag durch Gitarrenmusik und Gesang, ein herzlicher Dank an Kordula Döring aus Klaistow.

Vielen Dank für die Diskussionen und Ihre Anregungen, wir nehmen sie auf  und ich  verbleibe mit sonnen-energi(E )schen Grüßen

Ihre ELKE SEIDEL

Stadtverordnete BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Beelitz, März  2019